
Der Knochen besteht zu etwa einem Drittel aus einer Grundsubstanz, die durch spezielle Zellen, den Osteoblasten, hergestellt wird. Gegenspieler der Osteoblasten sind die Osteoklasten, deren Hauptaufgabe der Knochenabbau ist. Zwei Drittel der Knochenmasse sind Mineralstoffe, vor allem Calcium, die in diese Grundsubstanz eingelagert werden und dadurch dem Knochen erst die notwendige Härte verleihen.
Die Osteoporose ist eine häufige Erkrankung des alternden Knochens, die ihn für Brüche (lat: Frakturen) wesentlich anfälliger macht. Die auch als Knochenschwund bezeichnete Krankheit ist gekennzeichnet durch eine geringe Knochenmasse und einen übermäßig raschen Abbau der Knochensubstanz und -struktur. Die erhöhte Knochenbruchanfälligkeit kann das ganze Skelett betreffen.
Die Osteoporose ist die häufigste Knochenerkrankung im höheren Lebensalter. In 95% der Fälle handelt es sich um die sog. primäre Osteoporose (d.h. die Osteoporose ist nicht eine Folge anderer Erkrankungen oder deren medikamentöser Behandlung bzw. deren Folgen). Im Gegensatz dazu ist bei einer sog. sekundären Osteoporose (in 5% der Fälle) eine andere Grunderkrankung verantwortlich, und/oder sie ist die Folge einer medikamentösen Therapie, z.B. die Behandlung mit Glukokortikosteroiden; oder aber eine starke Bewegungseinschränkung (Immobilisation, z.B. in Form von Bettlägerigkeit) führt zu einer sekundären Osteoporose.
Ca. 80% aller von Osteoporose Betroffenen sind Frauen nach der Menopause (Wechseljahre, Klimakterium). 30% aller Frauen entwickeln nach der Menopause - also in dem Zeitraum nach den Wechseljahren - eine klinisch relevante Osteoporose.
Die Osteoporose äußert (manifestiert) sich in Knochen(ein)brüchen. Nach Häufigkeit sortiert sind dies: