Knochendichtemessung

Ein wichtiges Diagnose-Instrument

Die Untersuchungsmethode DEXA (= Dual-energy X-Ray-Absorptiometrie) wird seitens des Dachverbandes der deutschsprachigen Fachgesellschaften (DVO) empfohlen und kommt vor allem im Bereich der Lendenwirbelsäule und des Oberschenkelhalses zum Einsatz. Sie ist durch eine hohe Präzision gekennzeichnet, bedarf lediglich geringer Dosen ionisierender Strahlen und gilt als "Goldstandard". Sie ermöglicht die Berechnung des Knochenmineralgehaltes im Untersuchungsbereich. 

Das Ergebnis der Knochendichtemessung wird anhand des T-Wertes angegeben. Der T-Wert bezeichnet die Differenz des gemessenen Patientenwertes zum Mittelwert gesunder junger Erwachsener in Standardabweichungen. Je niedriger der T-Wert ist, desto höher ist das Risiko, einen Knochenbruch zu erleiden.

1. Liegt der T-Wert bei einer Standardabweichung von bis zu -2 unter dem Wert junger Erwachsener, so handelt es sich um einen Normalbefund. Als Empfehlung gilt: ausreichende Versorgung mit Calcium und Vitamin D resp. viel Bewegung.

2. Ist der T-Wert in einem Bereich von -2 bis -2,5 Standardabweichungen, handelt es sich um eine Verminderung des Knochenmineralgehalts (Osteopenie). Empfehlung hier: Ohne Fraktur wie 1., sonst wie 3.

3. Bei Patienten mit einem Knochenmineralgehalt von weniger als -2,5 Standardabweichungen liegt eine behandlungsbedürftige Osteoporose vor.

Eine Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) wird meistens erst vorgenommen, wenn ein Knochenbruch den Verdacht auf Osteoporose hervorruft oder erhärtet. Dann weiss man, warum das Ereignis passierte. Eine flächendeckende vorsorgende Messung gilt in Fachkreisen noch nicht als notwendige Maßnahme.

Sehen Sie hierzu einen kleinen Film zur Knochendichtemessung, © Roche (Quicktime Player erforderlich).

Kostenerstattung

Solange es sich nur um eine vorsorgliche Untersuchung handelt, übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die dafür anfallenden Kosten nicht. Ohne Knochenbruch müssen selbst Hochrisikopatienten die ca. 50 Euro noch selbst tragen!

Erst nach einem Knochenbruch, der sich "ohne adäquates Trauma", also aus geringfügigem Anlass ereignete, werden die Knochendichtemessungen von der gesetzlichen Krankenkasse erstattet, und zwar nur unter der Voraussetzung, dass Verdacht auf Osteoporose besteht.

Informationsmangel

Einer der wichtigsten Gründe der unbehandelten Osteoporose ist der Informationsmangel resp. die Sorglosigkeit. Informieren Sie sich deshalb hier über das Krankheitsbild und moderne Therapiemöglichkeiten.

Lesen Sie hier z.B. mehr zur Behandlung vor Osteoporose.