Chronische Erkrankung
Wie dies bei vielen chronischen Krankheiten der Fall ist, nimmt etwa die Hälfte aller Patienten die täglich oder wöchentlich verordneten Medikamente gegen Osteoporose innerhalb eines Jahres nicht mehr ein.
Die ungenügende Befolgung der Therapie kann ein erhöhtes Risiko neuer Knochenbrüche nach sich ziehen.
Einnahme-Empfehlungen
Die Medikamente zur Behandlung der Osteoporose unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich ihrer Dosierung (einmal täglich, einmal wöchentlich resp. einmal monatlich). Auch die Einnahme-Empfehlungen variieren. Alendronat (Fosamax®) und Risedronat (Actonel®) können zwar nur einmal wöchentlich eingenommen werden, müssen aber eine halbe Stunde, z.B. vor dem Frühstück in aufrechter Körperhaltung (also im Sitzen oder im Stehen!) mit mindestens einem Glas (120ml) Wasser eingenommen werden, damit das Arzneimittel schnell und zuverlässig den Magen erreicht. Nach Einnahme der Tablette sollte man sich 30 Minuten lang nicht hinlegen!
Die Einnahme sollte erfolgen: entweder morgens, mindestens 30 Minuten vor der ersten Nahrungsaufnahme, oder zu einer anderen Tageszeit; dabei muss ein Mindestabstand von zwei Stunden zur letzten und nächsten Aufnahme von Nahrung oder Getränken (ausgenommen Wasser) eingehalten werden, oder abends, mindestens zwei Stunden nach der letzten Nahrungsaufnahme, aber mindestens 30 Minuten vor dem Hinlegen.
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Einmal pro Quartal resp. pro Jahr
Angesichts dieser Prozeduren können längere Abstände zwischen den Einnahmen der Tabletten das Weiterführen der Therapie deutlich erleichtern. Da die Einnahmevorschriften immer wieder zum Therapieabbruch seitens der Patienten führen, ist die Entwicklung neuer Therapieoptionen von Interesse.
2007 wurde Aclasta® in der EU zur Behandlung der postmenopausalen Osteoporose zugelassen. Dieses Bisphosphonat muss nur einmal im Jahr gegeben in Form von einer Infusion werden. Schon etwas länger gibt es das Bisphosphonat Bonviva®, das nur einmal / Monat als Tablette eingenommen werden muss resp. als Dreimonatsspritze verabreicht werden kann. Gerade bei Menschen, die eine Vielzahl von Medikamenten einnehmen, sind diese Verlängerungen des Dosierungsinterevalls eine große Erleichterung.
In Zukunft
Auch AMGEN hat ein vielversprechendes Medikament in der Erprobung. Der internationale Freiname lautet Denosumab. Es muss nur halbjährlich subcutan (also unter die Haut) verabreicht werden.
Es ist aber noch nicht zugelassen, sondern der Zulassungsantrag wird erst noch gestellt.
Informationsmangel
Einer der wichtigsten Gründe der unbehandelten Osteoporose ist der Informationsmangel resp. die Sorglosigkeit. Informieren Sie sich deshalb hier über das Krankheitsbild und moderne Therapiemöglichkeiten.
Lesen Sie hier z.B. über die aktuelle Zulassung einer einmal monatlichen Gabe.
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